Als ich heute Morgen die “Eschweiler Zeitung” aufschlug und eine meiner Lieblingsrubriken, nämlich “Liebes Tagebuch” las, war ich zuerst höchst amüsiert. Dort berichtet Redakteur Rudolf Müller von einer 17-jährigen Praktikantin, die in ihrem Praktikumsbericht von einer Art Schlüsselerlebnis während ihrer redaktionellen Tätigkeit erzählt – ihrer ersten Ratssitzung:
„1. Der Raum war gefüllt mit wichtig aussehenden Menschen.
2. Um zu meinem Platz zu kommen, musste ich auch noch an diesen Leuten vorbei, was mein Selbstbewusstsein eher kontraproduktiv beeinträchtigte.
3. Ich verstand die darauf folgende Stunde kein Wort. Wenn man eine Stunde Menschen zuhört, die mit Fachwörtern und Abkürzungen nur so um sich werfen, mit einer Geschwindigkeit, als hätten sie Angst, die Welt ginge binnen Sekunden unter, kann es schonmal vorkommen, dass man die eigene Intellektualität auf einer Skala von 0 bis 10 gen Nullpunkt rutschen sieht.”
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